Inhalt
Amsterdam, Gegenwart: Der Musicalstar Floor Jansen stürzt sich aus einem Fenster des „Hotel Imperial“. Doch rasch steht fest - die Sängerin war zu diesem Zeitpunkt längst tot, der Selbstmord nur vortäuscht. Ein Fitcocktail kann in ihrem Körper nachgewiesen werden. Kommissar Cornelius Liewens ist schockiert, denn er hat schon einmal eine Leiche mit demselben Gesicht gesehen. Und auch diesmal erinnert alles am Tathergang an die Handschrift eines Serienkiller, den Liewens vor sechs Jahren während eines Einsatzes beinahe niedergesteckt hatte. – Kann Cor Liewens das Rätsel um die Leiche mit dem zweiten Gesicht lösen?
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Cornelius Liewens, Erzähler |
Thomas Danneberg |
| Dr. Stine Lindberg |
Melanie Manstein |
| Bas de Jonge |
Andreas Borcherding |
| Hans Westerholt |
Udo Schenk |
| Sanne von Hasselt |
Sandra Schwittau |
| Arjen von Ruijven |
Niels Clausnitzer |
| Robert Sänger |
Walter von Hauff |
| Floor Janson |
Daniela Hoffmann |
| Nachtwächter |
Michael Habeck |
| Vorgesetzter |
Norbert Gastell |
| Zentrale |
Sabine Gutherlet |
© 2008, Maritim Verlag, Dortmund
Kommentar - Detlef Kurtz
Die erste Szene lässt auf ein spannendes und mysteriöses Abenteuer hoffen, doch dann wird diese Hoffnung wieder zerschlagen. Das Tempo wird nur durch aufreibende Musik erzeugt, nicht aber durch eine temporeiche Handlung. Es fehlt ganz einfach das nötige Tempo um die dichte, düstere, Krimiatmosphäre zu schaffen. Ein wenig furchteinflößend wird es am Anfang und ein gut aufgelegter Niels Clausnitzer sorgt für ein recht nettes Finale, aber in die Mitte will einfach nicht gefallen...
Das Script hätte eigentlich gelangt, um ein gutes Hörspiel zu zaubern, aber fehlende Regie und unterschiedliche Aufnahmeorte sorgen mal wieder für ein kleines Akustikdesaster. Die Dialoge von Thomas Danneberg sind dumpfer, als der Rest, dadurch entsteht natürlich kein richtiger Hörspielspaß, da der Schnitt der Dialoge natürlich sehr auffällt. Sehr nett ist allerdings die Rückblende auf Track 8, wo wirklich alles passt, schade das der Rest nicht auch so ist! Die Betonung der Sprecher passt. Thomas Danneberg ist gut in Form und rein von den ausgewählten Stimmen gibt es kein Grund zur Klage!
Musik ist ungewöhnlich aufdringlich. Sie ist auf fast gleicher Höhe wie die Dialoge, sehr modern und oft zu hektisch. Die Effekte sind gut, wirken aber etwas steril, weil es die typischen Studio-Atmos sind. Es fehlt ein wenig die Eigendynamik. Vielleicht mal eigene Geräusche aufnehmen? Sehr gut ist die Kapitelaufteilung, die ein leichten Wiedereinstieg in die Geschichte gewährleisten.
Fazit: Ein Start, der mit guter Regie und sauberen Schnitt viel mehr hätte sein können. Die Geschichte bremst sich, durch die unsaubere Schnittarbeit und unterschiedliche Tonqualität, selbst aus. Die Musik müsste etwas dezenter sein. Der Held kommt sympathisch rüber, aber ohne Qualitätsbewusstsein reicht das nicht aus, um einen Dauerbrenner zu erzeugen!
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