Das Familienalbum

Buch:

Stefan Finke

Regie:

Urlich Lampen

Produktion:

BR Hörspiel und Medienkunst

Format:

1 CD (9 Tracks)

Länge:

40:23 Min.

Herausgabe:

Oktober 2006

ISBN:

3-89940-968-X




Inhalt:

Piet, der erwachsene Sohn der Armbrusters, findet einen Karton mit Schnappschüssen, Urlaubs- und Porträtsfotos. Sie setzen ein monologisches Zwiegespräch in seinem Kopf in Gang – über die fotografierte, gesehene und erlebte Familien- und Zeitgeschichte: Häusliche Katastrophen, die Stimme Willy Brandts, Songs hallen in Piets Kopf wieder, vermischen und entzerren sich und bringen seine Erinnerungen in all ihrer Kontroversität zum Klingen. Wie wirklich sind die Bilder, wie wirklich die Töne? Allein in der Polyphonie dieser Collage ist die Wahrheit zu finden.

Der Gewinner des PRIX HÖRVERLAG 2006



Besetzung
Rolle Sprecher
Registratur (weiblich) Juliane Köhler
Fotos (männlich) Peter Fricke
Piet Ingo Hülsmann
Erzähler / Klaus Dieter Kirchlechner
Erzählerin / Anneliese Rita Russek
Oliver (Kind) Amadeus Waltz
Chor / Pina Lara Körte
Chor / verena Micaela Maria Czisch
Chor / Jemand / Kundin Margit Carls
Chor / Jemand / Jemand I Hans Piesbergen
Chor / Jemand / Jemand II Jürgen Arndt
Chor / Chirug / Jemand III Horst Sachtleben

© 2006, Der Hörverlag - München



Kommentar - Detlef Kurtz

„Das Familienalbum“ ist der Preisträger des „Prix 2006“, dem Hörspielnachwuchspreis, der seit letztes Jahr von „Der Hörverlag“ verliehen wird. Ein sehr außergewöhnliches Stück erwartet die Hörer. Es wirkt wie eine Collage. Viele kleine Soundstücke, ergeben eine Geschichte. Die Dialoge erklingen abwechselnd. Viele kleine Sätze werden zum besten gegeben. Ein Dialog links, ein Geräusch, ein Dialog rechts. Die Machart sorgt für einen aufmerksamen Hörer, der eine dezente Flut von Dialogen und Geräuschen erlebt.

Die Sprecher sind hervorragend. Leise aber eindringlich spielen sie ihre kurzen Texte, die durch ebenso kurze Geräuscheffekte unterstrichen werden. Es gibt keine Kritik, außer das die Lautstärke doch recht leise ausfällt, etwas mehr Volumen wäre besser gewesen, doch nachregeln ist ja kein Problem. Der Preis ist allerdings unglaublich hoch angesetzt und ist rund doppelt so teuer, wie ein normales, gut produziertes Hörspiel.

Fazit: Eine Collage, die für aufmerksame Ohren sorgt und Stück für Stück eine Geschichte erzählt. Das sehr einfallsreiche Stück hat zurecht den „Prix 2006“ verdient.



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