Inhalt
Beim Versuch eine nordöstliche Seepassage zum Nordpol zu entdecken, gerät das Schiff des englischen Abenteurers Robert Walton ins Packeis. Doch Walton hält fanatisch an seinem Vorhaben fest, und ist bereit das Leben seiner Mannschaft und auch sein eigenes zu opfern, um sein utopisches Ziel in die Tat umzusetzen .Da taucht unvermittelt ein Mann auf, der die Eiswüsten des Nordens zu Fuß durchwandert hat. Mehr tot als lebendig verfolgt er eine dämonische Kreatur, die irgendwo im Nebel auf die Männer lauert. Mit letzter Kraft berichtet der Fremde Captain Walton die Tragödie seines Lebens und offenbart ihm seinen Namen. Einen Namen, den Walton niemals wieder vergessen wird: Victor Frankenstein ...
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Erzähler |
Niels Clausnitzer |
| Alexej |
Christian Mey |
| Captain Robert Walton |
Walter von Hauff |
| Grigori, russischer Steuermann |
Michael Habeck |
| Victor Frankenstein |
Udo Schenk |
| Frankenstein, als Kind |
Michaela Amler |
| Caroline Frankenstein |
Roswita Benda |
| Albert Frankenstein |
Helmut Krauss |
| Elisabeth Lavenza als Kind |
Sabine Bohlmann |
| Elisabeth Lavenza |
Daniela Hoffmann |
| Justine Moritz |
Jo Kern |
| Prof. Waldmann |
Peter Groeger |
| Ein Mann / Kreatur |
Thomas Karallus |
| Kommilitone Frankensteins |
Ole Pfennig |
| Bote |
Thomas Kästner |
| Deboissy |
Charles Rettinghaus |
© 2008, vghaudio - Dortmund
Kommentar - Detlef Kurtz
Mary Shellys Klassiker, der erst vor kurzem von Titania Medien bravourös umgesetzt wurde, ist die Vorlage dieses Hörspiels. Es bleibt daher nicht aus, einen direkten Vergleich zu ziehen und dabei fällt die vorliegende Produktion deutlich ab. Einen Romanklassiker, der soviel Potenzial hat, so belanglos umzusetzen, ist schon fast eine Kunst. Obwohl die Sprecher gut ausgewählt wurden, Musik und Effekte passen, überzeugt die Inszenierung nur bedingt. Spannung kommt hier und dort auf, aber reicht das aus, um einen weiteren Hörspielkassiker zu schaffen?!
Die Besetzung ist wunderbar ausgewählt und Udo Schenk macht eine recht gute Figur als Frankenstein, doch leider lässt sich das „Maritim-Problem“ nicht wegdenken. Die Regie ist einfach nicht vorhanden. Die Sprecher sprechen hörbar aneinander vorbei, zwar nicht immer, aber sehr oft, sodass klar ist, das sie getrennt aufgenommen werden und oft nicht wissen, wie der Partner reagiert. Durch eine gute Regie wäre das alles kein Problem, doch die scheint es einfach nicht zu geben. Besonders deutlich wird das wenn Namen unterschiedlich ausgesprochen werden, oder zwei Betonungen, in einer Szene, einfach nicht zu der Unterhaltung von zwei Personen passen.
Der Schnitt ist relativ gut, aber hier zeigen sich längen, die nicht sein müßten. Ein etwas strafferes Script und ein wenig mehr Tempo hätte aus dem Hörspiel sehr viel mehr machen können. Das Endergebnis ist leider nur 0815-Arbeit und das reicht für einen Evergreen nicht! Das Covermotiv lässt auf eine spannende, düstere Handlung hoffen, die leider durch die Längen nicht vorhanden ist. Geräusche und Effekte unterstreichen die Handlung und hin und wieder ist ein Funken von Spannung da, der aber leider nicht zu etwas führt.
Fazit: Eine Menge guter Sprecher, machen ohne gutes Script und Regie, noch lange kein gutes Hörspiel. Das richtige Händchen, um aus der klassischen Vorlage ein Topprodukt zu machen, fehlt. Sehr schade, denn mit Udo Schenk und andere Größen hätten sehr viel mehr bieten können, aber die Regie fordert sie nicht...
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