Inhalt
Wer klaut einen scheinbar wertlosen Goldreif, wenn es am Tatort weit prächtigere Geschmeide in Hülle und Fülle gibt? Und warum taucht das Schmuckstück kurze Zeit später wieder auf? Oder besser: Eine Hälfte davon, denn es wurde brutal auseinandergebrochen. Welche Rolle spielt ein geheimnisvoller Zettel aus der Vergangenheit, der eine verschlüsselte Botschaft enthält? Fragen über Fragen. Ein Fall, wie geschaffen für die Denkmaschine. Zusammen mit dem furchtlosen Starreporter Hutchinson Hatch macht sich der Professor daran, den mysteriösen Fall aufzuklären. Die neue Krimi-Hörspielreihe.
Klassische Detektivgeschichten in deutscher Erstveröffentlichung.
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Intro |
Lutz Mackensy |
| van Dusen |
Martin Kessler |
| H. Hatch |
Norbert Langer |
| Rebecca |
Ranja Bonalana |
| Josh Harding |
Peter Niemeyer |
| Martha |
Silke Haupt |
| Miss Harding |
Katrin Hess |
| Inspektor Mallory |
Walter Gontermann |
© + (P) 2010, Romantruhe Audio
Kommentar - Detlef Kurtz
Ein zerbrochener Armreif sollte nichts besonderes sein, doch „Die Denkmaschine“, alias Dr. van Dusen sieht das anders und sieht sein Gehirn gefordert, denn er liebt kriminologische Probleme und ist entschlossen auch dieses zu lösen!
Die zweite Folge ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Das liegt vor allem an dem schweren Erbe. „Van Dusen“ ist und bleibt eine Kultserie und nach 77 Folgen jetzt den Schalter umzulegen und zwei völlig verschiedene Sprecher in völlig anderer Manier als Hatch und van Dusen zu akzeptieren, wird nicht jedem gelingen. Martin Kessler gibt einen sehr arroganten van Dusen und unterscheidet sich daher von der Interpretation in den bekannten Radiohörspielen mit Friedrich Bauschulte. Er wirkt dadurch ein bisschen mehr, wie Holmes, doch das passt zur Figur, da sie ohnehin viel mit ihm gemeinsam hat. Der Fall ist in der Tat einen van Dusen würdig, denn er ist verzwickter, als er auf den ersten Blick aussieht. Das Tempo stimmt ebenso und so darf sich auf eine interessante Ermittlungsarbeit gefreut werden!
Die Hauptrollen harmonieren nicht ganz so gut, wie in Folge 1. Besonders Norbert Langer klingt ein wenig zu künstlich. Er liest ein wenig zu sehr ab, während Martin Kessler lebensecht klingt. Die Gäste stehen Herrn Kessler in nichts nach und klingen ebenfalls authentisch. Aber nach ein paar Fällen wird sich diese Unebenheit sicherlich legen, die es übrigens auch bei langlebigen Serien wie „Die Drei ???“ gab.
Musik und Effekte sind auf dem Niveau des Auftaktes. Die Musikeinlagen sollten gegen hochwertigere ausgetauscht werden, da sie nicht auf dem Qualitätsstandard heutiger Produktionen liegt, auch wenn sie ihren Zweck erfüllt. Bei der Geräuschkulisse ist alles so, wie man es von Krimis dieser Art gewohnt ist. Es wird auch auf Kleinigkeiten wie Geschirrklappern geachtet, was dem Hörspiel die nötige Lebendigkeit verleiht.
Fazit: Gewöhnungsbedürftig! Wer die alte „van Dusen“-Reihe kennt, muß sich extrem umgewöhnen! Die Figuren wachsen einen durch kleine Unebenheiten im Dialogfluss nicht gleich ans Herz, dafür überzeugt der Fall und ganz besonders die Gaststimmen.
|