Gruselkabinett (59) "Das violette Automobil"

Vorlage: Edith Nesbit
Hörspielbearbeitung: Marc Gruppe
Produktion und Regie: Marc Gruppe
Stephan Bosenius
Format: 1 CD (13 Tracks)
Länge: 68:34 Min.
Herausgabe: 11. November 2011
ISBN: 978-3-7857-4530-4



Inhalt

Georgia Kane, eine freischaffend tätige Krankenschwester, verlässt das neblige London, um die Betreuung eines Kranken in den Downs an der Küste zu übernehmen. In dem einsam gelegenen Farmhaus findet sie eine äußerst gespannte Atmosphäre vor, die durch vielfältige merkwürdige Heimlichkeiten geprägt ist.


Besetzung
Rolle Sprecher
Georgia Kane Solveig Duda
Marian Eldridge Doris Gallart
Robert Eldridge Eckart Dux
Mr. Dawson Roland Hemmo
Amanda Dawson Monika Barth
Milly Dawson Sophia Abtahi
Chauffeur Michael Schwarzmaier

(P) + © 2011, Titania Medien GmbH, Leverkusen


Kommentar - Detlef Kurtz

Der Titel klingt fast schon niedlich, doch was sich hinter diesem einfachen Namen verbirgt, kann sich durchaus hören lassen. Ein altes Ehepaar bekommt eine Krankenschwester als Hilfe. Diese ist verwundert und glaubt nicht, dass jemand der beiden Personen Hilfe braucht. Doch dann mehren sich die seltsamen Vorkommnisse. Es werden Dinge gehört und gesehen, oder scheint es nur so? Durch einen Zufall trifft auch die junge Frau auf das grausige und schaurige Geheimnis…

Ein sehr gelungenes Werk. Das es unterschiedlich ankommen wird, dürfte klar sein. Der Anfang ist ungewöhnlich ruhig. Erstmal werden die alten Herschafften mit der jungen Frau bekannt gemacht. Alltagssituationen werden normal geschildert. Der Zuhörer ist geneigt auf das Cover zu blicken und sich zu fragen, ob er wirklich eine „Gruselkabinett“-Folge hört, doch dann wendet sich das Blatt, fast ohne das es bemerkt wird. Kleine Andeutungen, die sich häufen und dann das schaurige und durchaus unheimliche Finale.

Das die Handlung nie langweilig wird, ist der Besetzung zu danken. Eckart Dux und Doris Gallart als sympathische Alte, die eine wunderschöne und lieb klingende Solveig Duda aufnehmen, machen ihre Sache so gut, das die ruhigen Szenen durch die Darsteller glänzen. Langeweile entsteht nicht, echte Spannung stellt sich aber auch nicht ein. Die Handlung wirkt bis kurz vor dem Finale wie ein Krimistück. Wer ist das Opfer? Wer ist verrückt? Ist überhaupt jemand verrückt? Diese und viele weitere Fragen sorgen für Interesse. Erst kurz vor Schluss gibt es die berühmten Titania-Schauermomente, die aber nicht mit der Brechstange, sondern mit viel Geräuschen, Musik und Umschreibungen ausgelöst werden.

Fazit: Unglaublich ruhig, aber nie langweilig. Schaurig ist nur das Finale, doch die vielen Fragen, die sich im Verlauf der Handlung auftun sorgen für spannende Unterhaltung.



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