Jan Gaspard - Offenbarung 23: Machiavelli


Gelesen von: Till Hagen
Regie: Marc Sieper
Format: 4 CDs
Länge: ca. 310 Min.
Herausgabe: März 2006
ISBN: 3-7857-3136-1



Inhalt

Diejenigen, die Hacker Georg Brand alias T-Rex für seine Freunde hält, nutzen den ahnungslosen Computerfreak nur als Spielball ihrer vertrackten Machenschaften aus und lassen ihn glauben, die größten Rätsel der Geschichte knacken zu können. Wer sind die Hintermänner, von denen T-Rex noch nicht einmal etwas ahnt, welchen kultischen Riten scheinen sie zu frönen? Und welche Rolle ist dabei eigentlich Georgs Widerpart, Ian G., zugedacht - ist auch er nur eine Variable einer uralten Weltverschwörung, oder ist er für eine ganz andere Rolle bestimmt?

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Kommentar - Detlef Kurtz

„Machiavelli“ ist eine sehr abgehobene Geschichte, die nicht unbedingt Wert auf Rücksicht nimmt, denn der in den 90er Jahren verstorbene Hacker „Tron“ war eine real exsistierende Person, die sich nicht gegen eine derartige seltsame Fantasiegeschichte wehren kann. Eine abgehobene Handlung rund um einen tragisch zu Tode gekommenen Mann zu stricken, ist schlicht weg geschmacklos. Wird diese Tatsache ausgeblendet, bleibt ein durchaus interessanter und spannender Roman. Vor religiösen Lehren macht Jan Gaspard auch keinen Halt und biegt Tatsachen so, das sie paßen. Offenbarung 23 wirkt durch die vielen gut dargelegten Fakten schon fast wie „Sakrileg“.

Wer das Hörbuch hört, muß nicht die Hörspielserie gehört haben und umgekehrt. Der Roman klärt die ein oder andere Frage. Nach ihm lohnt es sich die ersten vier Folgen der Hörspielreihe (erneut) zu hören, da diese mit neuen Fakten ganz anders wahrgenommen werden können.

Till Hagen, der in der Reihe Ian G. verkörpert, nimmt im Hörbuch diese Rolle wieder auf und erzählt aus der Ich-Perspektive. Sein schauspielerisches Können kommt der Lesung zugute. Jede Betonung sitzt und das Unterscheiden der Figuren bereitet keinerlei Probleme.

Technisch gibt es keine Mängel. Die CDs wurden mit ausreichend Tracks versehen, um schnell weiterhören zu können. Die Kapitelwechsel werden durch passende Musikeinsätze gekennzeichnet. Das Coverdesign ist schlicht, macht aber neugierig.

Fazit: Ein Werk, das Gemüter erregen oder erfreuen kann. Auf der einen Seite geschmacklos, da einem toten Hacker Dinge angedichtet werden, die er weder bestreiten noch bestätigen kann, auf der anderen Seite spannend und einfallsreich ...




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