Frank Böhmert - Perry Rhodan: Andromeda 4 - Die Sternenhorcher


Gelesen von: Josef Tratnik
Regie: Hans Greis
Format: 8 CDs
Länge: ca. 490 Min.
Herausgabe: April 2010
ISBN: 978-3-939648-74-1



Inhalt

Im 14. Jahrhundert Neuer Galaktischer Zeitrechnung ist die Erde das Zentrum eines galaktischen Sternenreichs, der Liga Freier Terraner. Einige tausend von Menschen besiedelte Planeten gehören dieser Liga an, und als terranischer Resident ist Perry Rhodan der wichtigste Repräsentant der Menschheit.

Eine mysteriöse Macht lockt Perry Rhodan in die benachbarte Galaxis Andromeda. Der Terraner muss erkennen, dass die so genannten KASTUN-Schlachtschiffe alle bewohnten Planeten der Sterneninsel bedrohen, und nachdem sich eine Temporale Barriere um Andromeda geschlossen hat, sind er und seine Begleiter an Bord des Spürkreuzers JOURNEE auf sich allein gestellt. Nachdem sie sich mit den Maahks verbündet haben, versuchen Perry Rhodan und seine Begleiter nun ein Hilfsmittel gegen die Invasoren zu finden. Gleichzeitig wächst die Bedrohung, werden die letzten freien Streitkräfte Andromedas immer stärker im Sektor Jessytop zusammengedrängt. In dieser Situation erhalten die Verbündeten unverhofft Hilfe - vom Planeten der Sternenhorcher...



Hörbuch - © 2010, Eins A Medien GmbH – Köln.
Perry Rhodan © Pabel Moewig Verlag - Rastatt


Kommentar - Detlef Kurtz

Der vierte Band nimmt etwas mehr fahrt auf. Wie gewohnt gibt es verschiedene Handlungsstränge, die zusammenlaufen. Frank Böhmert konzentriert sich allerdings auf zwei und übertreibt es mit Nebensächlichkeiten nicht, auch wenn der Anfang erstmal einen verwunderten Hörer zurücklässt. Es geht in den ersten 10-15 Minuten um seltsame Planetenbewohner, die mit ihrer Natur konfrontiert werden. Warum diese Wesen vorgestellt werden, bleibt erstmal offen, doch wer weiter hört, wird schnell erfahren, das es die „Sternenhorcher“ sind. Sie nehmen eine zentrale Rolle in dieser Vorlage ein. Der zweite Strang widmet sich Perry Rhodan und seiner Crew. Eine gute Mischung aus ernsten Situationen und normalem Alltag wird geliefert. Langweile kann daher nicht auftauchen, auch wenn hier und dort schon überflüssiges geschieht. Das Tempo ist hoch genug. Die große Rahmenhandlung wird allerdings wieder nur in kleinen Schritten vorangetrieben, was schon ein wenig seltsam ist, da ja nur noch zwei Folgen in der Minireihe fehlen.

Josef Tratnik, der beliebteste PerryRhodan-Leser, ist wieder mit viel Liebe zum Detail dabei. Es gibt viele Charaktere, sodass natürlich wieder ordentlich gespielt werden kann. Es bleibt – wie gewohnt – nicht einfach bei einer nüchternen Lesung. Durch die flüssige Darbietung und der Stimmenfärbung für jede Figur wird die 8CD-Lesung zu einem spannenden 1-Mann-Hörspiel, auch wenn keine Geräusche eingesetzt werden. Von der ersten bis zur letzten Minute bleibt die gleiche Qualität. Keine Durchhänger, keine Lustlosigkeit. Ganz so, wie es die treuen Fans gewohnt sind.

Das Sounddesign ist da schon ein anderes Thema. Leider wirken die Musikeinsätze, die die Kapitel trennen, sehr lieblos. Es sind immer die gleichen Stücke, sodass sie fast schon auf die Nerven fallen, auch wenn sie nur ganz kurz eingespielt werden. Sporadisch werden auch Geräusche gesetzt, wobei hier die Frage entsteht: Warum? Wenn schon Geräusche, dann konsequent und vielschichtig und nicht einmal Geräusche und dann gar nichts mehr. Nichtsdestotrotz wirkt die Lesung allein durch den hervorragenden Leser, weshalb die lieblos wirkende Musik schnell vergessen ist. Die Tonqualität ist durchweg gut.

Die CDs befinden sich in Pappschubern und werden in einer stabilen formschönen Papp-Box serviert, die ungefähr halb so Dick ist, wie die, der Silberbände, was auch am kleineren Umfang der Lesung liegt. Ein kleines Poster, das wie immer das Titelbild zeigt, ist als Bonus vorhanden. Ein Inlay beschränkt sich auf die Auflistung der Tracks.

Fazit: Abwechslungsreich. Die ungekürzte Lesung überzeugt, auch wenn die große Rahmenhandlung nur langsam vorangetrieben wird. Zwei Handlungsstränge sorgen für unterhaltsame und vor allem abwechslungsreiche Stunden. Dank des guten Lesers wird jede CD ein Spaß, auch wenn die eingesetzte Musik etwas mehr Variationen bieten könnte.




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