Cody McFadyen - Ausgelöscht


Gelesen von: Franziska Pigulla
Regie: Katie Schaefer
Format: 6 CDs
Länge: ca. 420 Min.
Herausgabe: Mai 2010
ISBN: 978-3-7857-4331-7



Inhalt

Während Smoky Barrett und die anderen Gäste auf das Brautpaar am Altar blicken, hält ein Lieferwagen vor der Kirche und eine Frau wird hinausgestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren, ihre Haut ist blutig. Die Frau wurde vor sieben Jahren entführt. Weitere Frauen werden aufgefunden, die seit Jahren verschwunden waren. Sie alle können nicht mehr sprechen, denn ihnen wurden zentrale Nervenbahnen im Gehirn durchtrennt ...



Hörbuch © 2010 by Lübbe Audio, Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, Köln.


Kommentar - Detlef Kurtz

Ein Serienmörder geht um. Er wählt Frauen als Opfer, denn sie sind, so die Perversen im Internet, schuld daran, das es keine echten Männer mehr gibt. Ermittlerin Smoky Barrett muß mit ihrem Team tief ins Internet, um den Täter auf die Schliche zu kommen und graben eine abscheuliche, hass erfüllte Community auf, die schon bald den wahren Täter offenbart…

Cody McFadyen schafft den Bogen zwischen Abartigkeit und normalen Dingen. Als Hörer überträgt sich sowohl der Ekel, als auch die Sorge um das Ermittlerteam. Es entsteht eine düstere und unheimliche Atmosphäre, die zwar durch ruhige normale Dialoge aufgelockert wird, doch das Abscheuliche bleibt im Hinterkopf. Wer zartbesaitet ist, sollte lieber einen Bogen um den Roman machen. Das Hörbuch wurde gut umgesetzt, was wiedermal an Franziska Pigulla liegt, die auch andere Romane des Autors lesen durfte. Sie liest nicht nur, sondern erlebt förmlich. Jede Betonung sitzt. Die Figuren bekommen alle ihre eigene Note und so wird aus dieser „Ein-Frau-Show“, schon fast eine Art Hörspiel. Viele Dialoge und wenig Beschreibungen sind für ein flüssiges Vorspielen vorhanden und werden konsequent gespielt, statt gelesen. Die 6 CDs bilden einen guten Spannungsbogen, der die Zeit vergessen lässt.

Die Tonqualität ist durchweg hervorragend. Wie gewohnt werden CD-Wechsel durch Musik gekennzeichnet. Ein Intro, wer den Roman vorträgt, gibt es auch. Weniger schön ist und bleibt die Verpackung. Ein simpel gestalteter Pappdigipak, das kein Staubschutz bietet, da es keinen Schuber gibt. Die CDs müssen rausgeschoben werden. Wer nicht aufpasst, kann so schnell einen Kratzer auf den CDs hinterlassen. Warum diese weniger gute Box für die Hörbücher genutzt wird, obwohl es jahrlang mit hochwertigen Plastikverpackungen ging, weiß nur Lübbe allein. Es gibt kein Inlay, alle Informationen sind auf der Verpackung angebracht.

Fazit: Nichts für schwache Nerven. Ein Fall, der wiedermal die Abartigkeit von Menschen unheimlich real beschreibt und dabei für eine Gänsehaut sorgt. Mitfiebern und Mitekeln von der ersten, bis zur letzten Minute!




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