Stefan Schwarz - Es wird ein bisschen wehtun


Gelesen von: Stefan Schwarz
Regie: Martin Freitag
Format: 4 CDs
Länge: ca. 275 Min.
Herausgabe: März 2012
ISBN: keine Angaben



Inhalt

Als Max eines Nachts aufs Klo muss, sitzt da schon wer und sagt nur: "Hi!" Es ist Naddi, eigentlich Nadine, die entsetzlich distanzgeminderte, schwer impulsgeleitete erste Freundin von Sohn Konrad. Bald liegen bei dem Mittelstandspaar Max und Dorit die Nerven blank. - Zeit zu handeln für Max! Nur leider hat er keine. Der Fernsehjournalist ist nicht nur beruflich stark gefordert, er muss sich auch selbst als guter Sohn beweisen: Allabendlich bringt er seinen alten Herrn, Pflegestufe II, ins Bett, um ihn vor der resoluten Pflegerin zu bewahren. Und dann passiert auch noch die Sache mit der reizvollen, aber klaustrophobischen Kollegin Nergez... Nein, so hatte Max sich seine besten Jahre nicht vorgestellt - jetzt heißt es Steherqualitäten beweisen! Lebensprall, ungemein komisch und ein bisschen weise: Stefan Schwarz' hinreißender Romanüber Glück und Grauen des Familienlebens.



© 2012, Deutsche Grammophon Literatur / Universal Family Entertainment, Berlin


Kommentar - Detlef Kurtz

Ein Journalist ist gleich doppelt gefordert. Sein Familienleben wird durch eine tätowierte erste Freundin seines Sohnes und seinen pflegebedürftigen Vater auf eine harte Probe gestellt. Beruflich führt eine Dokumentation, über eine dicke Familie zu einem überraschenden Erfolg…

Immer wenn eine Inhaltsangabe mit Lobeshymnen, zum vorliegenden Produkt, ausgestattet ist, gibt es einen negativen Haken. Bei „Das wird ein bisschen wehtun“ ist es nicht anders. Der Roman ist nur bedingt „ungemein komisch“, er ist – besonders in den ersten Stunden – eher geschmacklos. Sehr platter Humor soll zum Lachen animieren. Aber über eine fiktive schwergewichtige Figur zu schildern und dies zur Lachnummer werden zu lassen, ist eben nur für Leute ohne Niveau komisch. Glücklicherweise ändert Autor Stefan Schwarz seine Art und sind die Kapitel mit der dicken Familie überstanden, gelingt es durchaus durch den ironischen Stil und der Nähe zur Realität zu überzeugen. Wer also dran bleibt, wird solide unterhalten, dennoch ist die Handlung nicht „ungemein komisch“, dazu fehlt einfach ein wenig mehr Witz.

Der Autor lässt sich es nicht nehmen die Handlung selbst vorzutragen. Dies gelingt ihm auch hervorragend. Er plaudert munter drauf los und erlebt sein Buch. Von normalem Vorlesen kann daher keine Rede sein. Die lockere Art ist es auch, dass nicht bei den ersten Kapiteln abgeschaltet wird. Es wird gut betont und auch das Tempo ist hervorragend.

Das Hörbuch ist gekürzt und wird in einer Jewel-Box geliefert. Ein kleines Inlay, das die üblichen Angaben zur Produktion enthält, ist beigelegt.

Fazit: Erst relativ geschmacklos, dann solide und durch die ironische Art leicht humorvoll. Nicht jedermanns Geschmack, aber durchaus unterhaltsam




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