Dreamland Action 1: Agent Smith 1 - Genetic Code

Buch: Erik Albrodt
Produktion und Regie: Thomas Birker
Titelmelodie: Boris Delic & Frank It
Format: 1 CD (23 Tracks)
Länge: 71:56 Min.
Herausgabe: 8. November 2009



Inhalt

Auf die Familie des Nobelpreisträgers Dr. Jeremy Higgins wird ein Mordanschlag verübt. Dabei kommen seine Frau, sein Sohn und ein Nachbarsjunge ums Leben. Einzig er und seine Tochter Sandra überleben das grausame Blutbad. Wer oder was steckt dahinter? Schweben Dr. Higgins und seine Tochter auch weiter in Lebensgefahr? Und was hat der "Genetic Code", den Dr. Higgins entschlüsselt hat, mit der ganzen Geschichte zu tun?

Das Agenten-Team der F.A.T.C. (Federation against Terror & Crime), Larry Smith (Rainer Schmitt) und Nina Anderson (Heidi Schaffrath) müssen Licht in das Dunkel bringen und den oder die Täter zur Strecke bringen. Doch wird es ihnen wirklich gelingen, den mörderischen Tätern auf die Spur zu kommen? Oder wird es weitere Opfer geben, ohne dass sie etwas dagegen tun können?


Besetzung
Rolle Sprecher
Erzähler Wolfgang Rüter
Agent Larry Smith Rainer Schmitt
Agent Nina Anderson Heidi Schaffrath
Sandra Higgins Johanna Klein
Billy Jacobs Josia Jacobi
Dr. Jeremy Higgins Martin Keßler
Sir Stevens Tilo Schmitz
Dr. Norman Huntington Utz Richter
Chiefinspektor Crowden K.-Dieter Klebsch
Mrs. Higgins Cathlen Gawlich
Hanna Vanessa Petruo
u. a.

© 2009, Dreamland Productions, Rüsselsheim


Kommentar - Detlef Kurtz

Der Auftakt der neuen Reihe überrascht und das sowohl positiv, als auch negativ. Die neue Serie, die erneut Helden in Einzelgeschichten präsentieren möchte, soll sich von Dreamland-Grusel absetzen und eine temporeiche Handlung bieten. Tatsächlich ist der Auftakt aber eine Kriminalgeschichte, mit leichten Gruselelementen. Im Grunde genau das Gleiche wie Dreamland-Grusel, nur ohne eine zu abgehobenen Geschichte. Das Tempo fällt jedoch relativ normal aus. Ein „Actionhörspiel“ liegt hier nicht im CD-Player, gut unterhalten werden die Hörer aber trotzdem. Sehr auffällig sind allerdings die Anspielungen auf Larry Brent. Etwas mehr Eigenständigkeit, besonders in Bezug auf die Namensgebung der Figuren (Larry Smith, statt Larry Brent) wäre begrüßenswert. Rainer Schmitt endlich wieder in einer Hauptrolle zu hören, lässt diese Kritik aber schnell verblassen. Ist die Handlung ein Aufguss? Nein! Ähnlich wie bei „Maritim“ bedient man sich bekannter Stimmen und steckt sie in ähnlichen Rollen. Es entsteht eine völlig eigene Geschichte. Die Rahmenhandlung ist okay, allerdings leuchtet nicht ein warum ein Totkranker Junge, mit einem tödlichen Tumor im Kopf, ohne Weiteres das Krankenhaus verlässt und der Taxifahrer einen offensichtlich schwer kranken Jungen vom Krankenhaus wegfährt, ohne noch mal dort nachzufragen…

Bei den Sprechern wurde nichts falsch gemacht. Jede Figur hat eine passende Stimme. Nachwuchstalente bekommen auch eine Chance. Der Wechsel zwischen jungen Stimmen und alten Stimmen verleiht dem Hörspiel eine eigene Dynamik und so wird die Handlung nie langweilig, allerdings sind einige Musikstücke viel zu „jazzig“ angelegt. Die mühsam aufgebaut Spannung wird relativ oft durch zu seichten, aber nett klingenden, Musikstücken unterbrochen. Das Endergebnis ist daher recht durchwachsen. Mal sind die Szenen stimmig und durchaus spannend, mal seicht und fast schon wie ein Sonntagsspaziergang.

Das Coverdesign ist zwar gut gemeint, leider aber nicht gut gekonnt. Die Aufmachung weckt keinerlei „Greif zu“-Argumente. Sie ist zu dezent und leider auch zu farblos, um im Regal im Kaufhaus wirklich positiv aufzufallen. Allerdings hat dieses Problem fast jede neue Produktion, da oft am Design gespart wird, dafür aber nicht bei den Sprechern. Nur haben wir hier einen Teufelskreis, denn wenn das Design zu belanglos ausfällt, greift keiner zur CD.

Fazit: Durchwachsen! Dank der guten Sprecher und einer recht soliden Handlung ein Hörspiel, das immer wieder angehört werden kann. Durch die Musikeinlagen geht viel von der spannenden Grundstimmung verloren, aber durch diverse Szenenwechsel bleibt das Stück interessant. Für alle die Larry Brent mochten, aber mit harmloseren Inhalten leben können, ein Ohr wert.



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