| Krimi Kult Kiste 4 (3 Radiokrimiklassiker) |

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| Hörspielbearbeitung: |
keine Angaben |
| Regie: |
Eduart Hermann |
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Albert C. Weiland |
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Peter M. Preissler |
| Produktion: |
WDr, SR & BR |
| Format: |
10 CDs |
| Länge: |
ca. 653 Min. |
| Herausgabe: |
8. August 2008 |
| ISBN: |
978-3-86717-289-9 |
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Inhalt
Bei den Damen drückt der Schuh: Diese Fälle von Temple, Odell und Cox lassen so manche Lady in keinem günstigen Licht erscheinen! Gentleman-Detektiv Paul Temple bleibt nur eine Woche, um Howard Gilbert vor der Hinrichtung zu retten. Ein Damenschuh bringt ihn auf die Spur des wahren Mörders. Sein Kollege Philip Odell erhält ein reizvolles Angebot einer mysteriösen Dame im Nebel, seine Ermittlungen auf sich beruhen zu lassen. Und wieder einmal von Scotland Yard des Mordes verdächtigt, muss sich Bonvivant Paul Cox nun auch noch die Frage stellen, auf welcher Seite seine Verlobte Margit Simmons eigentlich steht.
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Philip Odell |
Albert C. Weiland |
| Cox |
Reiner Schöne |
| Paul Temple |
René Deltgen |
| Steve |
Annemarie Cordes |
| Charlie |
Herbert Hennies |
| Wilfried Stirling |
Ernst Ginsberg
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| Sir Graham Forbes |
Kurt Lieck |
| Betty Wayne |
Lilly Towska |
| Lance Reynolds |
Heinz Schimmelpfennig |
| Dick Metcalf |
Philipp Gehly |
| Inspektor Kingston |
Werner Lieven |
| Mrs. Talbot |
Ursula von Reibnitz |
| Peter Galino |
Peter René Körner |
| Lynn Ferguson |
Marie-Luise Etzel |
| Miss White |
Trude Meinz |
| u. v. a. |
CD-Veröffentlichung © + (P) 2008/2011, Der Hörverlag GmbH
Paul Temple und der Fall Gilbert - © 1956, Westdeutscher Rundfunk
Die Dame im Nebel - © 1956, Saarländischer Rundfunk
Gestatten, mein Name ist Cox - © 1977, Bayerischer Rundfunk
Kommentar - Detlef Kurtz
Mit der bereits vierten Box serviert uns der Hörverlag drei klassische Radiokrimis, die aber auch heute noch bestens unterhalten. Den Anfang macht der allseits beliebte Paul Temple, der zuvor schon als Einzelausgabe – in Zusammenarbeit mit DAV – zu bekommen war. Aber auch die anderen beiden Ermittler überzeugen durch ihre Schlagfertigkeit, doch der Reihe nach:
Der Fall Gilbert
Paul Temple bekommt unverhofft besuch. Der Vater einer ermordeten Tochter berichtet, dass er nicht glaubt das der richtige Täter verurteilt wurde, obwohl er selbst gegen den vermeintlichen Mörder ausgesagt hatte. Er habe „das Gefühl“, das der richtige Täter noch frei umherläuft. Paul Temple wird neugierig und stellt Ermittlungen an, um so näher die Wahrheit rückt, desto komplizierter wird die Situation. - Der Fall ist in diesem Set zusammengeschnitten. Es erklingt nicht – wie in der 1. Auflage – alle 30 Minuten die Melodie und anschließend eine Wiederholung. Pro CD erwarten 60-70 Min. Spannung die Hörer. Das Zitat von einer Frauenzeitschrift, das auf der Verpackung gedruckt wurde ist nicht übertrieben: Wer Krimis mag, kommt an Paul Temple einfach nicht vorbei. Ohne das viel Gewalt geschildert wird, erleben wir eine packende Handlung die durch mehrere Wendungen und das wunderbare Zusammenspiel der Sprecher zu einem echten Erlebnis wird, auch 50 Jahre nach der Entstehung dieses Evergreens!
Die Dame im Nebel
Wer glaubt Paul Temple ist der einzige Ermittler, der als Radioreihe überzeugt, wird mit der Reihe „Die Dame…“ eines besseren belehrt. Philip Odell ist der sympathische Titelheld, der schon fast ein wenig an Dr. House erinnert. Immer einen schnippischen Kommentar und stets auf Zack. Mit dem richtigen Spürsinn nimmt er auch in seinem ersten Fall, der 1956 als Radioproduktion gesendet wurde, die Fährte auf. Eine wunderbare Mischung aus Wortwitz und Charme mit einer Prise Dramatik und verdammt viel Tempo ist das Werk auch heute noch ein Genuss. Wer Krimis der alten Schule mag, die sich also der Ermittlung und nicht der Tat widmen, ist hier richtig. Die Sprecher sind allesamt erstklassig. Musik ist typisch 50er Jahre und nur Beiwerk, aber stets im richtigen Stil. Nichts wirkt unpassend. Geräusche werden als Unterstützung genutzt. Details sind nicht zu erwarten. Wie bei alten Radiohörspielen üblich, wird die Inszenierung durch die Dramatik und das Miteinander der Schauspieler getragen. Mehr als Türen öffnen, oder Telefonklingeln, ist nicht zu hören.
Gestatten, mein Name ist Cox – Mord ist strafbar
Cox hat von den Ermittlern aber die härteste Nuss erwischt. Er wird des Mordes beschuldigt. Wie Kimble auf der Flucht versucht er seine Unschuld zu beweisen. Für die Polizei ist die Sache klar und somit ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, um sich selbst zu retten. Obwohl die Leitmotive nicht unbedingt neu sind, gelingt es den Autoren etwas eigenständiges zu schaffen. Für eingefleischte Hörer ist klar, das Cox so schnell nichts passiert, aber ein Mitzittern bleibt nicht aus. Erneut werden Geräusche nur als Beiwerk genutzt, nicht als Atmosphären-Schub.
Die Radiokrimis stammen zwar aus den 50er und 70er Jahren, doch ihr Unterhaltungswert ist ungebrochen. Spannende Momente gibt es genug. Reißerische Szenen bleiben aus, ebenso wie Gewalt. Die Helden zeichnen sich durch Intelligenz und Wortwitz aus, wobei Odell die Nase vorn hat, wenn es um spitzzüngige Andeutungen geht. Langeweile gibt es beim Hören zu keine Sekunden. Die gut ausgewählten Sprecher leben ihre Rollen.
Das Set wird als Box präsentiert. Eine Pappbox serviert die Hörspiele in jeweils getrennten CD-Boxen. Etwas kurios ist, das Cox auch in einer CD-Box untergebracht ist, obwohl es nur 2 CDs sind, aber das wurde vermutlich bewusst so gestaltet, damit die Verpackungsbreite zu den anderen Krimiboxen im Regal passt. Das Coverdesign ist im schlichten schwarz gehalten und die Inhaltsangabe bringt die zu erwartende Handlung kurz auf den Punkt. Die Tonqualität ist bei allen Produktionen gut, auch wenn dann und wann das Alter hörbar ist, da Produktionen vor 50 Jahren nicht so aalglatt geklungen haben, wie heutige.
Fazit: 3facher Krimispaß für alle, die gute und vor allem humorvolle Krimiunterhaltung lieben!
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