Inhalt
Rechtsanwalt Herbert Wallings ist tot und diesmal sitzt Paul Cox tief in der Patsche: Erstens steht er zufällig in der Duschkabine des Toten, und zweitens gehört ihm auch noch das Messer, das aus Wallings Rücken ragt. Und da könnte doch der ein oder andere voreilige Polizist auf den Gedanken kommen, er habe etwas mit dem Mord zu tun...
Überaus geistreich und humorvoll hält Paul Cox alias Reiner Schöne seine Verfolger von Scotland Yard zum Narren. Dieser Krimi-Spaß für Nostalgiker ist mit Heidelinde Weis u. a.
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Paul Cox |
Reiner Schöne |
| Margit Simmons |
Heidelinde Weis |
| Inspektor Carter |
Harald Leipnitz |
| Sergeant Collins |
Rüdiger Bahr |
| Mrs. Chataway |
Eva Vaitl |
| Mr. Peacock |
Karl Maldek |
| Henry Montague |
Amadeus August |
| Mr. Fitzgerald |
Hans Quest |
| Pit Fitzgerald |
Horst Abraham |
| Herbert Wallings |
Hans Caninenberg |
| Charles Richardson |
Michael Degen |
| Nat |
Wolfgang Hess |
| Polizeiarzt |
Manfred Schott |
| Wachtmeister |
Achim Höppner |
| u. a. |
© 1977/2007, Bayerischer Rundfunk
(P) 2007, Der Hörverlag - München
Kommentar - Detlef Kurtz
Wer Paul Temple kennt, wird sich evtl. wundern, warum in der Inhaltsangabe geradezu euphorisch das Produkt beworben wird. Geistreich und humorvoll ist der Krimispaß nur an sehr wenigen Stellen. In der Tat wirken die Sprüche eher aufgezwungen. Bestens unterhalten wird man dennoch, dafür sorgt die hochkarätige Besetzung und ein interessanter Fall. Das 1977 entstandene Radiohörspiel bietet gute und vor allem temporeiche Krimikost.
Die Darsteller überzeugen, wie es in jeder Radioproduktion aber auch nicht anders zu erwarten ist. Niemand drängt sich auf, jede Betonung sitzt. Dies gilt aber nicht nur für die älteren Sprecher, auch der Junge, der zu hören ist, klingt natürlich. Technisch darf nicht viel erwartet werden. Die Lautstärke ist gut und Tonfehler gibt es nicht. Geräusche werden aber nur sporadisch eingesetzt, was dem Werk ein wenig Sterilität verleiht. Die Paul-Cox-Melodie wird des öfteren eingemischt, aber auch dann, wenn gerade Spannung aufgebaut wurde, was manchmal deplatziert wird, weil es eine sehr schwungvolle Melodie ist. Ein wenig spannendere Musikuntermalung wäre passender gewesen.
Das Verpackungsdesign ist schlicht und sehr nett anzusehen. Die zwei CDs wurden in einem aufklappbaren Digipak untergebracht. Ein wenig negativ ist, dass ein Blick auf die Besetzungsliste nur mit aufklappen der Verpackung möglich ist. Die Kapitelaufteilung auf den CDs ist vorbildlich und ermöglicht zu fast jeder Szene einen Einstieg. Der Wechsel von CD 1 auf CD 2 hätte allerdings etwas liebevoller sein können.
Fazit: Solide Krimikost, die sehr gut unterhält, aber nicht unbedingt überraschendes zu bieten hat, zumindest nicht wenn der Hörer sich im Krimi-Genre auskennt!
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