Inhalt
Wer träumt nicht davon, ein Star zu sein? Oscar, dein kleiner, unglücklicher Fisch in der schillernden Unterwasserwelt, möchte in der Nahrungskette endlich weiter nach oben klettern – der miese Job als Walwäscher steht ihm längst bis zu den Kiemen. Eines Tages ergibt sich für ihn die Chance, sich mit den Lorbeeren eines Helden zu schmücken. Ein turbulentes Hai-Abenteuer für kleine und große Mafiosi.
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Erzähler |
Klaus Jepsen |
| Oscar |
Daniel Fehlow |
| Lenny |
Dietmar Wunder |
| Sykes |
Roland Hemmo |
| Angie |
Yvonne Catterfeld |
| Don Lino |
Christian Brückner |
| Lola |
Sandra Speichert |
| Frankie |
Martin Kessler |
| Katie Current |
Frauke Ludowig |
| Luca |
Thomas Danneberg |
| Don Feinberg |
Horst Sachtleben |
(P) 2004 Universal Family Entertainment, a division of Universal Music GmbH - Berlin
Shark Tale - © 2004 DreamWorks L.L.C.
Kommentar - Detlef Kurtz
Der letzte Satz der Inhaltsangabe lässt schon erahnen, dass die Handlung des Films, in einer für Kinder ungeeigneten Rahmenhandlung gepackt wurde. Das ist jedoch die Schuld der FSK, während der Film in den USA ein „PG“ (ab 6 bzw. fast immer „ab 12“) erhielt, ist er hierzulande ab 0 und die Hörspielversion ab 5 Jahren. Ein kleiner Fisch, der mehr Aufmerksamkeit möchte, der das von einer Freundin geschenkte „Geld“ – um Schulden bei der Mafia zu tilgen – beim Seepferdchenrennen versetzt, soll wirklich für 5jährige verstanden werden? Soll das wirklich Kinderunterhaltung sein?
Für kleine Hörer ist die Handlung definitiv nichts, eher für die Älteren zwischen 8 und 12 Jahren und für junggebliebene Erwachsene. Die Figuren sind witzig, keine Frage, dennoch muß wohl hinterfragt werden, warum Elemente wie: Mafia, Schutzgeld, Eifersucht einer Hai-Society „Dame“ in einem Kinderzeichentrickfilm eingebettet wurden. Eltern tun gut daran das Stück vorher gehört (oder gesehen) zu haben!
Die Hörspielversion überrascht vor allem durch die Länge, ganze 73 Minuten wurden dem Hörspiel spendiert und dadurch fehlen fast keine Szenen. Als Erzähler konnte Klaus Jepsen (Erzähler in „König der Löwen“ – 1. Auflage der HSP-Version) gewonnen werden, dieser macht seine Sache außerordentlich gut. Er erklärt nicht viel, aber auch nicht zu wenig, damit die Geschichte auch als Hörspiel – wo ja das Bild fehlt – verstanden wird. Seine mitfühlende Stimme sorgt für Emotionen und verschafft der jeweiligen Szene die notwendige Ernsthaftigkeit. Die Synchronsprecher des Films haben hörbar Spaß an ihren Rollen und alle sind mit Herzblut bei der Arbeit.
8 Tracks für 73 Min. sind definitiv zu wenig, um nach einer Pause die Stelle zu finden, wo man aufgehört hat. 15 wären bei so einer Länge schon Pflicht. Das Cover-Design ist ansprechend, allerdings wurde das Booklet mit Werbung zu weiteren Merchandising-Artikeln zugepflastert, ohne eine gute Besetzungsliste aufzulisten, obwohl dafür Platz gewesen wäre, schade, denn beim Hörspiel sind es doch gerade die Stimmen, die Aufmerksamkeit verdienen...
Fazit: Eine humorvolle Geschichte, die für 8 bis 12jährige geeignet ist. Der Grundtenor ist, das man nicht Lügen soll, aber die Randhandlung mit Erpressung, Schutzgeld und Mafia hinterlassen einen faden Beigeschmack.
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