Inhalt
In Rom stößt der Kunstdetektiv Jupiter auf das Vermächtnis des geheimnisumwitterten Kupferstechers Piranesi.Rätselhafte Morde und unheimliche Erscheinungen führen ihn zum legendären „Haus des Daedalus“, dahinter die Hölle selbst, wie ein vatikanischer Geheimbund vermutet? Jupiter und die Studentin Coralina werden zu Gejagten, als skrupellose Mönche, machtgierige Kardinäle und die Geister der Vergangenheit ihre Spur aufnehmen...
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Jupiter |
Andreas Fröhlich |
| Coralina |
Antja von der Ahe |
| Janus |
Roland Hemmo |
| Professor Trojan |
Gunter Schoß |
| Shuvani |
Barbara Ratthey |
| Landini |
Christian Gaul |
| Estacado |
Till Hagen |
| Babio |
Fritz Hammer |
| Cristoforo |
Kaspar Eichel |
| Diana |
Heide Domanowski |
| Remeo |
Klaus-Peter Grap |
| Lorin |
Johannes Hubert |
| Pascale |
Raimund Widra |
| Kardinal von Thaden |
Horst Lampe |
| Kapuzinermönch |
André Sander |
© 2007, Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG.
Kommentar - Detlef Kurtz
„Die Vatikan-Verschwörung“ bietet einen Thriller der wie eine Mischung aus Indiana Jones und Sakrileg. Gleich zu Anfang wird eine dichte Atmosphäre, durch den Einsatz eines "dunklen" Chors, und geheimnisvollen Andeutungen geschaffen. Das Interesse ist geweckt, wird aber hin und wieder auf die Probe gestellt, da das Stück zunächst recht langsam in die Gänge kommt. Richtige Spannung ist selten, dies ändert sich erst auf der 2 CD! Teilweise wirkt das Hörspiel wie ein Hörbuch, da der Erzählanteil oft überwiegt. Andreas Fröhlich führt als Ich-Erzähler durch das Hörvergnüngen und seine Einsätze lassen nur sehr wenig Spielraum für eigene Interpretationen. Die Machart erinnert sehr an die ersten Edgar Allan Poe-Hörspiele, die ebenfalls – genau wie dieses Werk – von Stil vertont wurden. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber eindeutig eine Frage des Geschmacks. Etwas mehr Freiraum für die Fantasie der Hörer wäre nett gewesen!
Die Sprecher überzeugen und niemand hört sich unmotiviert an. Ein besonderer Stützpfeiler des Hörspiels ist die Geräuschkulisse, die zusammen mit der erwähnten dunklen Musik, eine spannungsgeladene Atmosphäre von Anfang bis Ende erzeugt. Die extra für dieses Hörspiel komponierte Musik ist hochwertig, aber ein wenig eintönig. Ein wenig mehr Abwechselung fehlt, dennoch wirkt nichts deplatziert.
Technisch erwartet die Hörer wieder mal ein wahres Akustikfeuerwerk. Wie von Stil gewohnt entsteht durch die Effekte und der guten Musik sofort ein „Kino im Kopf“, allerdings könnten diese etwas leiser eingesetzt werden, sie sind oft auf der gleichen Lautstärkenhöhe wie die Texte, was nicht wirklich als Untermalung durchgeht. Eine vorbildliche Trackeinteilung ermöglicht den leichten Wiedereinstieg. Die CDs sind in einem Digipak untergebracht, neben ihnen, gibt es noch ein kleines Inlay mit der Besetzungsliste und anderen Informationen.
Fazit: Gewöhnungsbedürftig! Der Ich-Erzählanteil ist sehr hoch, das könnte einige Hörer stören, da nicht genug Freiraum vorhanden ist, um sich selber ein Bild zu malen, da ständig neue Informationen gegeben werden. Die Musik und Effekte unterstreichen das Geschehen und erzeugen – zusammen mit den durch und durch guten Sprechern – eine gruselige Atmosphäre, die manchmal aber auch etwas spannender hätte sein können.
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