Inhalt
1862 plant Dr. Fergusson mit seinem Freund Kennedy und Diener Joe eine aufsehende Forschungsreise. Sie wollen in einem Ballon den afrikanischen Kontinent von Osten nach Westen überfliegen, um das Rätsel der Nilquellen zu lösen. Ein schier unmögliches Vorhaben! Dr. Fergusson hört auf keine Warnung – er startet. Unglaubliche Ereignisse stehen ihnen bevor...
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Erzähler |
Klaus Jepsen |
| Dr. Samuel Fergusson |
Klaus Jepsen |
| Joe, sein Diener |
Peter Schiff |
| Dick Kennedy |
Uwe Paulsen |
| Präsident der Gesellschaft |
Uwe Paulsen |
| Kapitän Pennet |
Uwe Paulsen |
| Verletzter Franzose |
Uwe Paulsen |
| Schiffsjunge |
Hermann Nespesch |
Neuauflage - © 2006, vghaudio - Dortmund
Im Vertrieb der Verlagsgruppe Hermann
Kommentar - Detlef Kurtz
Ganz so spektakulär, wie die Inhaltsangabe sie schildert, ist die Handlung nicht. 5 Wochen im Ballon ist eine Inszenierung des aller ersten Jules Verne-Roman. Die Geschichte machte Verne über Nacht berühmt, doch spätere Werke sind einfach vielschichtiger. Die Handlung erinnert sehr an den später geschriebenen weltbekannten Verne-Roman „In 80 Tagen um die Welt“, aber ist weit aus weniger spannend....
Die drei Abenteuerer hetzen geradezu durch die Handlung. Der Hörer ist geneigt zu glauben, dass die Drei in einem Jet unterwegs sind und nicht etwas in einem Ballon, denn dazu ist die Handlung viel zu schnell erzählt. Von der Verne-Vorlage bleibt nur das Abenteuerelement in dieser Inszenierung übrig, nicht die Details über Afirka, die im Originalroman vorhanden sind. Die Sprecher überzeugen, doch die zahlreichen Doppelbesetzungen hinterlassen den Eindruck das hier sehr schnell und billig produziert werden mußte...
Technisch ist zu erwähnen, dass die Produktion aus den 70er oder 80er Jahren stammt und die vorliegende CD lediglich eine Wiederveröffentlichung ist. Der Ton liegt in Mono vor und gibt nicht viel her, ist die Dialoge sind immer deutlich und Tonschwankungen, oder ähnliche Altersschwächen, sind nicht auszumachen. 8 Tracks ermöglichen den Einstieg an verschiedenen Stellen, wobei Tracks von bis zu 10 Minuten längen, leider schon zu lang sind, um ein bequemes Weiterhören – ohne zu Suchen – zu ermöglichen.
Kurios: Die Verpackung enthält eine falsche Copyright-Angabe. Kiddinx hat nichts mit diesem Hörspiel zu tun, es handelt sich klar um eine Wiederveröffentlichung aus dem alten Maritim-Archiv (damals Gruner & Jahr).
Fazit: Nicht mit dem Roman zu vergleichen. Sehr temporeich und gut besetzt, aber richtig überzeugen kann dieses Abenteuerhörspiel nicht, auch wenn die Sprecher die recht eintönige Inszenierung interessant gestalten.
|