Inhalt
Es waren dreizehn Stufen bis zum Galgen. Burt Silva ging diesen Weg mit schlotternden Knien. Man schrieb das Jahr 1773. Es sollte eine öffentliche Hinrichtung stattfinden. Die Hinrichtung eines Massenmörders. Eines Mannes, der dreiundzwanzig Frauen auf grausame, bestialische Art ermordet hatte. Ganz London war zu diesem Schreckensschauspiel gekommen. Ganz London wollte den Mann, der in der Stadt unter den Frauen Angst und Schrecken verbreitet hatte, hängen sehen. Weiter! brüllte ein fettes Weib, das sich einen Platz in der vordersten Reihe erkämpft hatte. Geh doch weiter. Warum bist du auf einmal so feige? Warst es doch nicht, als du die Frauen umgebracht hast... Ja, schrie ihre Nachbarin. Steck endlich deinen Kopf in die Schlinge, du verdammtes Schwein. Silva blieb stehen. Er ließ seinen Blick kurz über den weiten Platz schweifen. Er war von Menschen übersät. Sie schwangen ihre Fäuste. Sie brüllten wüste Schimpfworte. Die Menge brodelte. Silvas Blick wanderte zum Galgen. Der Henker war ein kräftiger Mann. Er hatte die muskulösen Arme vor der Brust verschränkt und wartete gelassen auf den Delinquenten.
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Eddie Douglas |
Charles Rettinghaus |
| Alexandra Hayes |
Marie Bierstedt |
| Jack Hayes |
Torsten Michaelis |
| Isaac Hayes |
Ernst August Schepmann |
| Cilla Carter |
Claudia Urbschat-Mingues |
| Robert |
Boris Tessmann |
| Emily |
Daniela Hoffmann |
| Burt Silva |
Tobias Meister |
| Inspektor Cooper |
Arne Elsholtz |
| Chefredakteur Stanley |
Hans-Werner Bussinger |
| Morrison |
Hans Juergen Dittberner |
| Lynne |
Franziska Pigulla |
| Archivar |
Joachim Höppner |
| Kinder |
Zoe Agathos |
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Josef Retling |
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Lucas Mertens |
| ...in weiteren Rollen: |
Dorette Hugo |
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Patrick Simon |
© 2007 by Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG. Bergisch Gladbach
und WortArt, Köln
Kommentar - Detlef Kurtz
Stück für Stück werden die Hörer in das Geheimnis der Totenmaske eingeweiht. Es geht aber eigentlich fast nur am Rande um die Maske. Die erste Hälfte der Geschichte ist einer Familie gewidmet, zunächst ist unklar, wo der Zusammenhang besteht, doch ab der Hälfte der Spielzeit ist sonnenklar, was los ist. Langeweile kommt jedoch zu keinem Zeitpunkt auf, auch wenn relativ schnell klar ist, wer die Maske hat und was sie bewirkt. Sehr mitreißend ist vor allem das Finale, das nicht wirklich als Happy-End bezeichnet werden kann...
Eine wirklich gelungene Mischung aus Krimi und Horror. Für zarte Gemüter sind die Szenen, in der der Mörder zuschlägt, nicht unbedingt zu empfehlen. Erneut erfreut die Besetzung, egal ob Charles Rettinghaus (Stimme von „Geordie LaForge“) oder Marie Bierstedt. Der Bösewicht wird übrigens sehr eindrucksvoll von Tobias Meister (Stimme von Kiefer Sutherland) gesprochen. Jede Rolle sitzt und nichts klingt unnatürlich, bis auf Hans-Werner Bussinger, der hin und wieder ein wenig schwerfällig seine Sätze zum Besten gibt.
Technisch gibt es keinerlei Grund zur Klage. Die Tonqualität ist genial und die Effekte werden dezent, aber sehr passend, eingesetzt. Musikstücke unterstreichen die jeweilige Handlung und sorgen für eine Gänsehaut.
Fazit: Die Handlung baut sich langsam auf. Zur „Halbzeit“ ist klar, was lost ist, dennoch steigert sich die Spannung und der Gruselfaktor. Eine wirkliche gelungene Mischung aus Grusel und Krimi.
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