Inhalt:
CD 1 - "Das leere Haus" (40 Minuten)
Seit drei Jahren ist Sherlock Holmes verschwunden. Nur sein Assistent Dr. Watson hat die Hoffnung, ihn lebend wiederzusehen, noch nicht aufgegeben. Solange begibt er sich allein auf Verbrecherjagd: Baron Adare wurde erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Doch wer hatte einen Grund, den ehrenwerten Gentleman umzubringen?
CD 2 - "...macht ein Experiment" (ca. 32 Minuten)
Sherlock Holmes bekommt von Neil Gibson den kniffeligen Auftrag zu beweisen, dass die Gouvernante Grace Dunbar nicht die Möderin seiner Frau ist. Doch die Indizien sprechen gegen sie.
CD 2 - "Der Mann mit der Hasenscharte" (ca. 32 Minuten)
Sherlock Holmes und Dr. Watson machen sich auf die Suche nach zwei Männern, die nach dem Besuch einer Opiumhöhle spurlos verschwunden sind.
CD 3 - "...verfolgt eine Fährte" (ca. 29 Minuten)
Der junge Lord Saltire ist aus dem Internat entführt worden. Doch sein Vater ist nicht begeistert, dass Sherlock Holmes und Dr. Watson zur Aufklärung des Falls eingeschaltet wurden. Auf einer morgendlichen Spurensuche in einem nahe gelegenen Moorgebiet finden die beiden eine Leiche...
CD 3 - "Der griechische Dolmetcher" (ca. 29 Minuten)
Der Meisterdetektiv erhält bei Ermittlungen um die mysteriöse Entführung eines Dolmetchers Unterstützung von seinem Bruder Mycroft. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Landhaus, in dem noch ein weiterer Gefangener festgehalten wird.
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Sherlock Holmes |
Peter Pasetti (CD 1 und 2) |
| Sherlock Holmes |
Alexander Kerst (CD 3) |
| Dr. Watson |
Erik Schumann (CD 1) |
| Dr. Watson |
Klaus Behrend (CD 2) |
| Dr. Watson |
Heinz Leo Fischer (CD 3) |
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| In weiteren Rollen: |
Marlies Schoenau |
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Werner Hessenland |
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Heini Göbel |
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Christl Schmid |
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Hans Possenbach |
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Elke Vollstedt |
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Heinz Schimmelpfennig |
| u. v. a. |
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© 1963/2008, Bayerischer Rundfunk / Saarländischer Rundfunk
© 2008, Der Audio Verlag GmbH
Kommentar - Detlef Kurtz
Nach 1. Jahr Pause geht es endlich mit Radioklassikern, aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle, weiter. Die 4. Holmes-Box aus dem Hause DAV bringt auch diesmal wieder Abenteuer mit Peter Pasetti in seiner unvergessenen Hörspielrolle des Sherlock Holmes, die er für verschiedene Radiosender sprechen durfte. Das Set enthält 3 CDs mit insgesamt 5 Kriminalfällen. Ein wenig schade, ist die Tatsache, das die Reihenfolge nicht chronologisch zusammengestellt wurde. In der Regel ist das kein Problem, da Holmes fast nur abgeschlossene Fälle bietet, aber „Das leer Haus“ spielt direkt hinter „Das letzte Problem“, das als Hörspiel-CD im Februar 2004 in Set 1 präsentiert wurde. Was ein graues Haar für den Hörspielchornisten mehr bedeutet! Das Vergnügen wird durch diese kleine Unschönheit nicht getrübt, denn alle Fälle sind spannend und unterhalten.
Die Highlights dieser Ausgabe sind eindeutig „Das leere Haus“ und „Der Mann mit der Hasenscharte“, die wiedermal zeigen das spannende Krimiunterhaltung auch gänzlich ohne Morde funktionieren kann, eine Kunst, die moderne Krimis nur noch selten beherrschen. Auf der dritten CD befinden sich zwei Abenteuer, wo wir nicht Peter Pasetti, sondern Alexander Kerst, als Holmes hören. Er macht seine Arbeit auch gut, wohingegen Dr. Watson, der von Heinz Leo Fischer gesprochen wird, durch eine Art Akzent und recht alt wirkender Stimme, sehr gewöhnungsbedürftig ist. Für alle beteiligten gilt natürlich das niemand seinen Text abliest und alle fließend und lebensecht ihre Dialoge sprechen. Verwunderlich ist dies nicht, da die Hörspiele aus der Blütezeit der Hörspiele stammen und als Radioproduktionen mit viel Herzblut umgesetzt wurden.
Das spartanische Design bleibt uns auch diesmal nicht erspart. Erneut ist es nicht möglich den Inhalt im Regal ausfindig zu machen, da die Folgentitel nur vorne, oder auf der Rückseite, abgedruckt wurden. Statt einer individuellen Besetzungsliste, enthalten alle 3 CDs, die gesamte Liste, was der Übersicht nicht ganz so gut zu Gesicht steht. Technisch erstaunt die wirklich gute Tonqualität. Obwohl die Hörspiele aus den 60er Jahren stammen, gibt es keinerlei Tonfehler.
Fazit: Ein Set, das jeden Krimifan begeistern wird. Eine Affinität für Radiohörspiele aus den 60ern muß natürlich vorliegen, da – im Vergleich zu heute – ein wenig steriler zu Werke gegangen wurde. Spannend geht es dennoch zu, dafür sorgen die gut ausgesuchten Sprecher.
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