Inhalt
Spukt es im Haus des reichen Gutsherren Harold Stern? Seit mehreren Wochen machen ihm unheilvolle Geistererscheinungen das Leben zur Hölle. Der blutüberströmte Hengst „Stardust“, mit dem seine Frau vor kurzem tödlich verunglückt ist, galoppiert reiterlos durch seinen Vorgarten. Immer wieder hört er die Stimme der toten Mrs. Stern, die ihn aus dem Jenseits anruft. Handelt es sich um echte, paranormale Phänomene oder bloß um einen dummen Streich? Die letzte Rettung ist ein ehemaliger Schulfreund seines Sohnes, den Stern wegen seiner eigenwilligen Marotten nie ausstehen konnte. Aber nur er wird Licht ins Dunkel bringen können. Sein Name ist Sherlock Holmes. Gerade erst mit Dr. John Watson zusammengetroffen, begibt sich der viktorianische Meisterdetektiv nach „Hoxley on the Green“ und nimmt das „Geisterhaus“ genauer unter die Lupe. Die neue Krimi-Hörspielreihe. Klassische Detektivgeschichten in deutscher Erstveröffentlichung.
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Intro |
Lutz Mackensy |
| Sherlock Holmes |
Charles Rettinghaus |
| Dr. John H. Watson |
Florian Halm |
| Inspektor Gregson |
Boris Tessmann |
| Harold Stern |
Karlheinz Tafel |
| Ian |
Sascha Rotermund |
| Eliza |
Silke Haupt |
| Stamford |
Bernd Vollbrecht |
| Atkins |
Walter Gontermann |
| O'Reilly |
Konrad Halver |
| Wirt |
Wolf Frass |
| Botenjunge |
Oliver Baumann |
© + (P) 2010, Romantruhe Audio
Kommentar - Detlef Kurtz
Eine geisterhafte Stimme setzt Harold Stern (Karlheinz Tafel) in Angst und Schrecken. Sollte wirklich seine tote Frau ihm nach den Leben trachten? Es gibt nur einen Weg Klarheit zu bekommen und daher lässt er nach dem besten Detektiv in ganz England schicken: Sherlock Holmes!
Mit diesem Auftakt serviert „Romantruhe Audio“ allen Krimifans eine Serie, die sich den alt bekannten Detektiven der Literatur widmet. Jede Folge schickt ein anderes Team auf Verbrecherjagd. Das in Folge 1 das bekannte Duo Watson und Holmes sich die Ehre geben ist daher nur logisch. Es wird eine eigenständige Geschichte erzählt, die nicht von Sir Arthur Conan Doyle stammt, aber auf sein Werk „Eine Studie in Scharlachrot“ sanft aufbaut, damit das Zusammentreffen wie in den Romanvorlagen verläuft. Ein Zeichen des Respekts, das Holmes-Fans mit Sicherheit zu würdigen wissen. Der vorliegende Fall, über die Geisterstimme, ist interessant und schlüssig. Er braucht sich nicht hinter den Vorlagen von Sir Arthur Conan Doyle verstecken, richtig spektakulär ist er allerdings nicht. Er lebt durch die sehr gute Besetzung und wird jedem Krimihörer gefallen.
In der Besetzung wird der Schritt gegangen, den schon Titania-Medien vorgemacht hatte. Ein deutlich stimmlich jüngeres Duo wird besetzt, um Watson und Sherlock Holmes in Szene zu setzen. Dabei orientieren sich die Macher am aktuellen Kinofilm mit Robert Downey jr und Jude Law. Die Synchronstimmen kommen nicht ganz an ihre Synchronarbeit heran und klingen zwar manchmal etwas zu gewollt auf vornehm, doch man schließt sie sehr schnell ins Herz. Richtig beindruckend ist die Arbeit von Karlheinz Tafel, der sonst nur als Sir James Powell in John Sinclair ein paar Szenen hat. Hier überzeugt er als aufgebrachter Auftraggeber und es ist eine Freude ihm zuzuhören. Das Gleiche gilt auch für Silke Haupt, die als flüsternde Stimme ganze Arbeit leistet.
Die Musikuntermalung ist verbesserungswürdig. Sie ist gut und nett, aber mehr nicht. Die künstlichen Klänge erinnern leider sehr stark an 80er-Jahre-PC-Spiele und kommt daher nicht über ein Mittelmaß hinaus. Sie erfüllt ohne Zweifel ihren Zweck, aber die Konkurrenz präsentiert hochwertigere Klänge, daher muß dies auch bemängelt werden. Die Geräuschkulisse ist dezent, aber sehr gut.
Fazit: Ein Einstand, der viel potenzial aufzeigt und durch gute Besetzung begeistert, auch wenn die Vorlage vielleicht ein wenig zu einfach gestrickt ist.
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