Inhalt
Das Land Aris wird von einer Horde Dämonen bedroht, die aus einem Portal zur Unterwelt hervorströmen. Nun wird der Paladin Targon von seinem Orden ausgesandt, die drei Teile eines verlorenen Artefakts zu suchen - die unvorstellbar mächtige Hand Gottes, das einzige Mittel, um dem Vormarsch der Kreaturen Einhalt zu gebieten.
Doch Targon ahnt weder, dass er auf seiner Reise nicht allein ist, noch weiß er um die finsteren Pläne des hinterhältigen Hexers Kaskaras, der alles daran setzt, die Mission des Paladins zum Scheitern zu bringen.
Wird Targon den Untergang seiner Heimat abwenden können? Und wird es ihm gelingen, das Herz der Elfenprinzessin Naeria zu gewinnen? Die Antworten auf diese Fragen kennt allein der geheimnisvolle Erzähler einer Legende um Verrat, Heldenmut und die wahre Liebe…
| Besetzung |
| Rolle |
Sprecher |
| Intro |
Gisa Bergmann |
| Erzähler |
Martin Sabel |
| Kaskaraz |
Martin Sabel |
| Naeria |
Christine Pappert |
| Malenviel |
Johannes Nehlsen |
| Ober Orc |
Klaus Dittmann |
| S'nazil |
Tilo Schmitz |
| Lana |
Petra Glunz-Grosch |
| Targon |
Philip Moog |
| Tom |
Lara Krause |
| Jurek |
Joscha Fischer-Antze |
| Wirtin |
Susanne Reuter |
| Tiberius |
Renier Baaken |
| Elfenpriesterin |
Maren Garn |
| Goro |
Konstantin Graudus |
© + (P) 2007, Weirdoz*
Kommentar - Detlef Kurtz
Dieses Hörspiel ist das Erstlingswerk des Labels Weirdoz*, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Computerspiele als Hörspielumsetzungen zu präsentieren. „Legend – Hand of God” bietet gute Fantasy-Unterhaltung, mit der gewohnten Umgebung und den – besonders durch „Herr der Ringe“ – bekannten Zutaten. Es gibt Elfen, Orcs und Menschen. Einer der Menschen, ein junger Paladin namens Targon, ist die Hauptrolle der Geschichte. Im Auftrag einer Elfe soll der die „Hand Gottes“, bestehend aus Teilen, in Sicherheit bringen. Das erste Teil hat bereits der böse Hexer Kaskaraz...
Für ein Erstlinkswerk gibt es ungewöhnlich wenig zu bemängeln. Sehr verwirrend ist die Doppelbesetzung von Martin Sabel, der sowohl den Erzähler – in einem Ironischen, fast schon spöttischen Ton, als auch den Hexer spricht. Warum? Zunächst glaubt man das das Hörspiel aus der Sicht des Bösewichts erzählt wird, doch dann wird klar, das einfach nur eine Doppelbesetzung vorhanden ist, die es nicht hätte geben dürfen! Neben dieser seltsamen Entscheidung gibt es aber keinerlei Fehler oder Ungereimtheiten. Die Geschichte ist interessant aufgebaut und auch das Tempo stimmt. Die Sprecher kennen Ihre Texte, wobei Johannes Nehlsen als Einziger sehr abgelesen und zu gewollt klingt. Die Dialoge sind am Anfang etwas unbeholfen, doch dann ändert sich dies und alle Szenen sind angenehm anzuhören. Die Erzähltexte sind ein Gewinn und sorgen dafür, dass die Handlung nicht ins Düstere abfällt, sodass auch jüngere Hörer dieses Abenteuer ohne Albtraum-Gefahr hören können.
Die Geräuschkulisse ist dezent, aber wirkungsvoll. Die Musik unterstreicht die Atmosphäre, drängt sich aber nie in den Vordergrund. Die Trackeinteilung ermöglicht das leichte Anwählen von Szenen. Das Design ist düster gehalten, sodass einige Hörer evtl. etwas anderes erwarten, als das, was sie zu hören können. Die Gefahr ist zwar bedrohlich und düster, das Hörspiel selbst aber eher nicht.
Fazit: Ein gelungener Start. Das Fantasy-Hörspiel bietet eine nicht gerade originelle Story, die aber durch die Umsetzung interessant in Szene gesetzt wurde. Durch das richtige Tempo kommt keine Langeweile. Der eher ironische Erzähler bewirkt das keine beklemmende, düstere Atmosphäre entsteht und so für jüngere Hörer ebenso geeignet ist, wie für Ältere!
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