Die schwarze Sonne VI "Whitechapel"

Hörspielbearbeitung:

Günter Merlau

Produktion und Regie:

Günter Merlau

Redaktion:

Janet Sunjic

Format:

1 CD (17 Tracks)

Länge:

60:29 Min.

Herausgabe:

26. Oktober 2007

ISBN:

978-3-939600-18-3




Inhalt

Die Gründung des geheimnisvollen „Hermetic Order of the Golden Dawn“ im Jahr 1888 steh unter einem schlechten Stern. Der theosophisch/esoterische Orden ist im Besitz eines Artefakts, der einen bösartigen Einfluss auf die Mitglieder und ihr Umfeld nimmt. Adam Salton und Nathaniel de Salis sind wieder auf dem Weg nach England, um dort die Kontrolle über die fremdartige Macht zubekommen. Zu Hilfe kommt ihnen Joseph Bell, der gerade in den mysteriösen „Whitechapel-Morden“ ermittelt. Doch ihr gemeinsamer Gegner ist mächtiger, als die Drei Detektiv erahnen können...


Besetzung
Rolle Sprecher
Adam Salton Christian Stark
Nathaniel de Salis Harlad Halgardt
Berger / Arthur Salton Stefan Brontle
Jules Verne Konrad Halver
Mac Gregor Mathers Wolf Frass
Abraham Stoker Wolfgang Berger
Florence Stoker Hilla Fitzen
Jack Jürgen Holdorf
Michele Verne Martin Schleiss
Henry Irving Frank Gustavus
Emily Crowley Sabine Weiss
Hauptmann Richter Thomas Birker
Richard Byrd Rainer Schmitt
u. v. a.
 

© 2007, Lausch - Phantastische Hörspiele


Kommentar - Detlef Kurtz

Zu Beginn befinden wir uns wieder im alten „Nazi-Deutschland“. Warum überhaupt die fiktive Handlung mit den Nazis in Verbindung gebracht werden muß, bleibt unklar. Glücklicherweise ist der Ausflug ins „alte Deutschland“ nur von kurzer Dauer und es geht mit der normalen Handlung aus Folge IV weiter. Die Geschichte ist aber nicht mehr ganz so verwirrend, denn diesmal werden weitere Hinweise auf das Böse, das sich über unsere zwei Abenteuerer zusammenbraut, gestreut. Der Name der Serie bekommt ebenfalls eine Bedeutung. Die Handlung um das Böse wird mit realen Geschehnissen, wie die „Ripper-Morde“ und bekannten Persönlichkeiten wie Sir Arthur Conan Doyle und seinem Lehrmeister Bell verstrickt.

Die Folge baut sich stetig auf und bietet spannende und ruhige Momente. Das Zusammenspiel mit geschichtlichen und erfundenen Personen wirkt manchmal allerdings etwas zu aufdringlich. Das Hinzudichten eines Jungen, der „Jack the Ripper“ bei seinen Morden assistiert, oder begleitet, ist sehr geschmacklos und wäre nicht nötig gewesen! Die eigentliche Geschichte, um die mysteriöse Bedrohung, reicht völlig aus um zu unterhalten, mehr ist wirklich nicht nötig! Die Geschichte scheint ein größeres Stück nach vorn zu kommen, aber in welche Richtung sie geht, bleibt offen...

Die Sprecher sind hervorragend, bis auf die in der ersten Sequenz. Sie klingen so übernatürlich gewollt, dass es schon sehr amateurhaft rüberkommen. Das mag vor allem daran liegen, dass nicht nur Schauspieler, sondern auch Freunde und Bekannte in dieser Produktion sprechen druften. Warum? Eine Mischung aus Profis und Amateuren klapte noch nie gut? Hier fährt man das Niveau unfreiwillig zurück, das man in den Folgen zuvor sich mühsam aufgebaut hat. Glücklicherweise sind die Szenen nur kurz und der Rest des Stückes überzeugt – wie immer – durch gute Sprecherleistungen. Musik und Effekte werden perfekt eingespielt. Nichts ist zu laut, oder wirkt aufdringlich. 17 Tracks ermöglichen das Anwählen von Szenen.

Fazit: Die Serie bleibt sich selbst treu. Einige Szenen wirken etwas fehl am Platz, wie die Nazis am Anfang und „Jack the Ripper“ mit seinem kleinen Gehilfen, aber die Haupthandlung wird vorangetrieben und diesmal hat man auch als Hörer den Eindruck, dass die Handlung einen Schritt nach vorn gemacht hat.



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