Inhalt
Großbritannien wird von einer Serie brutaler Morde erschüttert. Innerhalb kürzester Zeit werden vier junge Menschen regelrecht hingerichtet. Verzweifelt sucht die Polizei nach dem Zusammenhang, der die Opfer miteinander verbindet. Den scheint es jedoch nicht zu geben. Ebenso wenig ein Motiv. Die Schauplätze der Verbrechen sind über ganz England verteilt. Und auch die Zahlen und blutigen Buchstaben, die der Täter bei den Opfern hinterlässt, bringen Scotland Yard anfangs nicht weiter.Worum geht es dem Killer?
Da endlich gelingt der entscheidende Durchbruch. Die Saat der Gewalt, die im ausklingenden Jahr 2006 aufgeht, wurde schon vor sehr langer Zeit gesät. Mit einem Verbrechen, das bereits Jahrzehnte zurückliegt und doch nie gesühnt wurde.Werden Lorraine Whalley und ihr Team das vordringliche Ziel des Täters, das eigentliche und letzte Opfer rechtzeitig aus den mörderischen Botschaften herauslesen können? Bevor es zu spät ist..?
| Besetzung |
| Lorraine Whalley |
Melanie Manstein |
| Colin Hickey |
Michael Scherntaner |
| Darren Myler |
Ole Pfennig |
| Brendan Redhead |
Norbert Langer |
| Commander Pearse |
Michael Habeck |
| Mr. Farrell |
Crock Krumbiegel |
| Duddy |
Walter von Hauff |
| Gary Taylor |
Helmut Krauss |
| April Chapman |
Sabine Bohlmann |
| General Stokes |
Gerhard Acktun |
| Pfarrer |
Christian Mey |
| Joanne Farrell |
Sabine Gutberlet |
© 2007, Maritim-Verlag - Dortmund
Kommentar - Detlef Kurtz
„Ungeboren“ leidet ein wenig am nicht vorhandenen Tempo. Die Dialoge strecken sich und die Handlung wird durch unnötige Dinge in die Länge gezogen. Es gibt z. B. eine Szene wie ein Polizist im Auto sein Laptop ins Netz bringt, dies mag – vor allem durch die Sprüche unterhalten, ist aber dem Tempo sehr abträglich. Das Drehbuch ist solide Arbeit, aber was hilft solide Arbeit, wenn die Umsetzung durch zuviel Musik und einem langsamen Schnitt nicht vorankommen? Sehr schön ist besonders der Anfang, der ein wenig Action und eine typische Polizeibesprechung im Anschluß bietet. Die Jagd nach dem Täter gleicht aber vor allem normaler Polizeiarbeit. Es wird mehr spekuliert als agiert, was nicht unbedingt schlecht ist.
Die Sprecher liefern unterschiedliche Leistungen ab. Die Regie vermag es nach wie vor nicht die besten Darbietungen aus den Sprechern herauszukitzeln. Melanie Mannstein, die in anderen Maritim-Produktionen recht flüssig klang, klingt hier recht abgelesen, was aber nicht in jeder Szene der Fall ist. Norbert Langer hört sich auch nicht besser an. Sehr gut klingen dagegen Ole Pfennig und Michael Scherntaner. Dies liegt – wie schon erwähnt – nicht an den guten Sprechern, sondern an der falschen Führung der Regie, was sehr schade ist.
Die Musikuntermalung sorgt durch temporeiche und passende Einsätze für ein wenig Spannung, da die Szenen aber recht ruhig gestaltet sind, verfehlt der gewollte Effekt – Spannung zu erhalten – schnell seine Wirkung. Weniger ist mehr, nicht jeder Szenenwechsel muß auch durch längere Musikeinsätze eingeleitet werden! Die Trackeinteilung ist vorbildlich und auch die Geräusche sind angemessen, könnten aber häufiger zum Zuge kommen.
Fazit: Ein Kriminalfall, der durch eine langgezogene Umsetzung bei weitem nicht so spannend ist, wie er sein könnte. Die Vorlage ist sehr gut und die Sprecher auch, aber beides wird nicht optimal benutzt, um ein gutes Ergebnis zu erzielen!
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