Die größten Fälle von Scotland Yard (10) "Die Liebe zum Detail"

Idee, Buch: Andreas Masuth
Aufnahme: Marc Chaniaux
Regie: keine Angaben
Format: 1 CD (33 Tracks)
Länge: 65:43 Min.
Herausgabe: 15. Juli 2010
ISBN: 978-3-86714-293-3



Inhalt

Inspector Robin Maynard verbringt seinen Urlaub an der Südküste. Besser gesagt, bei einer ehemaligen Kollegin. Doch hätte man ihm vorher gesagt, dass selbst in einem Ort wie Brixham so perfide Verbrechen verübt werden, er wäre sicher in London geblieben. Der Brand in einer alten Villa scheint schnell aufgeklärt. Und das Opfer, ein alter Mann, bereits ad acta gelegt. Da fallen Maynard kleine Details auf, die in ihm ernste Zweifel am Tathergang wecken. Und auch Noreene Sullivan, die leitende Ermittlerin stellt fest, dass es doch ein Motiv für diesen Brand gegeben haben könnte...


Besetzung
Robin Maynard Dietmar Wunder
Noreene Sullivan Karen Schulz-Vobach
Sally Prescott Sabine Bohlmann
Phil Miles Peter Buchholz
Burbridge Michael Habeck
Pathologe Donald Arthur
Nick Gower Norbert Gastell
Janine Cutler Christine Pappert
Mr. Gibbons Manfred Erdmann

© 2010, Maritim-Verlag - Dortmund


Kommentar - Detlef Kurtz

Robin Maynard möchte eigentlich nur Urlaub machen, doch er trifft auf Noreene Sullivan, einer alten Liebe, die auch Ermittlerin ist und stößt auf einen Fall. Zunächst scheint alles nicht der Aufmerksamkeit wert, doch dann verhärten sich die Verdachtsmomente und ein interessanter nicht ganz klarer Fall wird immer mysteriöser…

Ein neuer Held wird in dieser Reihe vorgestellt. Gleich zu Anfang wirkt er sehr sympathisch. Ein wenig Ironie und Humor aus der Ich-Perspektive, da kann nichts schiefgehen, besonders weil Dietmar Wunder als Hauptrolle verpflichtet wurde, die deutsche Stimme von James Bond (Daniel Craig). Er verleibt der Figur eine typische Coolness, wie man sie von diese Art Ermittler erwartet. An seiner Seite spricht Karen Schulz-Vobach die mal etwas steif, dann sehr lebensecht agiert. Etwas mehr Regie wäre daher sehr wünschenswert. Das Script könnte hier und dort auch etwas besser geschrieben sein. Ständig werden alle mit „Darling“ angeredet, eines der Wörter die Andreas Masuth extrem oft in seinen Drehbüchern verwendet. Es gibt auch andere Wörter! Aber der Fall ist so verstrickt und gut aufgebaut, das man ihm diese kleine Schwäche gerne nachsieht.

Das Abmischen hat die üblichen Schwächen. Es wird für jeden Wechsel, ob sinnvoll oder nicht, Musik eingespielt. Teilweise wird so unnötig das Tempo gedrosselt. Mehr Bedacht beim Musikeinsatz wäre angebracht. Die Effekte werden dafür sehr zaghaft eingesetzt und könnten sehr viel mehr hergeben. Andere Schritte oder Geräusche eines PCs beim arbeiten, eben Feinheiten, die alles lebendiger machen, fehlen. Steril kommt das Ganze dennoch nicht rüber, aber hier geht mehr.

Fazit: Kleine Schwächen sind vorhanden, aber das flotte und spannende Script, im Zusammenspiel mit guten Sprechern, begeistern.



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